Bundesligafinale Bogen: Die letzten Fakten & Zahlen & Infos

Erstellt von Manuel am Donnerstag, 21.02.2019 19:11:21 | Kategorie Deutscher Schützenbund

Am Wochenende (23. Februar) ist es endlich soweit, dann hat das Warten ein Ende und die Top Acht der Bogen-Bundesliga schießen den Deutschen Mannschaftsmeister aus. Einige interessante Fakten und News haben wir noch zusammengetragen, ehe um 11.30 Uhr in der Halle der Deutschen Einheit der erste Pfeil fliegt.

PR im Luisenforum: Bereits einen Tag vor dem großen Finale können sich Bogenfans und die, die es noch werden wollen, über das Event informieren. Dann gastieren mit Michelle Kroppen, Max Weckmüller (beide Ebersberg) und Felix Wieser (Tacherting) drei Kaderschützen und Finalteilnehmer im Luisenforum (Kirchgasse 6, 65185 Wiesbaden) und geben Einblicke in die große Welt des Bogensports. Es gibt bei einem kleinen Gewinnspiel übrigens auch 10x2 Tickets zu gewinnen, und das Management des Luisenforums hat auch noch drei Gutscheine ausgelobt. Also: Kommen, mitmachen und gewinnen!

Werbung, die bewegt: In Wiesbaden sind zahlreiche Plakate zu sehen, die auf das Bundesligafinale hinweisen. Dass Werbung auch bewegt, liegt an einem Bus der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH, der seit zwei Wochen auf das Event hinweist.

Rekord: Dass mit der BSG Ebersberg in dieser Saison zu rechnen sein würde, war vielen vor dem ersten Wettkampf klar. Schließlich stieß mit Cedric Rieger nach Michelle Kroppen und Max Weckmüller ein dritter Kaderschütze zum bayerischen Team. Dass aber prompt ein neuer Bundesligarekord aufgestellt wurde, war nicht unbedingt abzusehen. Satte 9,66 Ringe schoss das Team, zu dem auch noch Marc Rudow und Christian Höck zählen, im Durchschnitt pro Pfeil, was im Schnitt 57,98 Ringe pro Passe (sechs Pfeile) ergibt. Damit wurde der Rekord des BSC BB-Berlin von 9,65 Ringen aus der Saison 2014/15 geknackt.

Debütanten und Wiederholungstäter: So etwas hat es auch noch nicht oft in der Geschichte der Bundesliga gegeben: Aufsteiger SV GutsMuths Jena siegte nach tollen Darbietungen in der Nordliga und ließ die etablierten Teams aus Berlin, Dauelsen und Querum hinter sich. Damit setzte sich der Aufstieg der Thüringer fort, denn das Team von Trainer Günter Kuhr machte von der Landesliga den Durchmarsch in die Bundesliga. Und vielleicht gelingt ein ähnlicher Coup wie 2015 dem SV Dauelsen, der als Aufsteiger Gold gewann. Das genaue Gegenteil der Jenaer sind die SGi Welzheim und der BSC BB-Berlin, die immer dabei waren und auch bei der 22. Auflage des Bundesligafinals um den Titel mitschießen. 

Rekordsieger: Wenig überraschend liegen Welzheim und Berlin auch bei den Siegen vorne. Je fünfmal konnten beide Vereine den Deutschen Mannschaftstitel gewinnen, die FSG Tacherting kommt dem Duo mit drei Titeln am nächsten. Die Berliner Bilanz wird noch beeindruckender, wenn man die Silber- und Bronzemedaillen (jeweils 6) hinzuzieht. Denn dann wird klar, dass der Klub lediglich bei vier Final-Teilnahmen nichts Glänzendes mit in die Hauptstadt zurück brachte.

Brisanz: Nur noch wenige aktive Teilnehmer können sich daran erinnern: Der letzte Sieg eines Teams aus dem Süden liegt lange zurück. Vor exakt neun Jahren gewann die SGi Welzheim in Neumarkt in der Oberpfalz, das Ergebnis lautete 229:226 (damals wurde noch nicht im Satzsystem geschossen). Kein Wunder, dass der Süden mit den Hufen scharrt: Max Weckmüller (Ebersberg) sagt: „Dieses Jahr hat sich zumindest in der Vorrunde das Blatt gewendet. Ich tippe auf ein Finale Ebersberg gegen Tacherting.“ Berlins Elena Richter hält dagegen: „Ich gehe fest vom Dominieren der Nord-Mannschaften aus!“

Gucken und selber machen: Was gibt es Besseres?! Beim Bundesligafinale bietet sich die Möglichkeit, den besten Bogensportlern Deutschlands zuzuschauen und zuzujubeln, einen Tag später steht man an gleicher Stelle selber im Blickpunkt. Denn auch in diesem Jahr findet am Sonntag, 24. Februar, in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr ein „Jedermann-Schießen“ statt. Und damit ist wirklich JEDER gemeint, ob jung oder alt, weiblich oder männlich, schwach oder stark. Angeleitet wird übrigens von den fünf Partnervereinen des Bundesligafinals und vielleicht auch einigen Kaderathleten. Besser geht es wirklich nicht!

Zahlen, Zahlen, Zahlen: So eine Saison der besten Bogenschützen bringt auch immer wieder interessante zahlreiche Zahlen und Fakten zutage. Einige der interessantesten haben wir rausgefiltert.
Alter: Erwin Wollny (Dauelsen) und Armin Garnreiter (Tacherting) sind 69 bzw. 60 Jahre alt und für das Finale gemeldet. Ob sie wirklich zum Einsatz kommen, ist fraglich, wahrscheinlicher ist dies bei Holger Rohrbeck (47, Dauelsen), Thomas Hasenfuß (42, Querum) und Veronika Haidn-Tschalova (42, Tacherting). Den Gegenpart bilden Sarah Reincke (16, Villingen-Schwenningen) und Marcus Rindock (16, Jena).
Siege: An diese Zahlen (und Zeiten) erinnert man sich in Welzheim gerne: Die Württemberger führen die Liste der Vereine mit den meisten Saisonsiegen in der Vorrunde an. Ungeschlagen blieben sie in der Saison 1999/2000, alle 28 Matches wurden gewonnen. Und auch die Plätze zwei bis fünf gehen an die Welzheimer, ehe Ebersberg mit dem starken Auftritt und 24 Siegen in diesem Jahr auf sich aufmerksam machte.
Jung vs. Alt: Der BC Villingen-Schwenningen (21 Jahre) und der SV GuthMuths Jena (20,5 Jahre) waren bei den eingesetzten Schützen mit Abstand die jüngsten Teams. Ganz viel Routine bringt der zweifache Champion Dauelsen an die Schießlinie: Die in der Vorrunde eingesetzten Schützen hatten einen Altersschnitt von 32 Jahren.
Einzel-Rekord: Armin Garnreiter ist ein „alter Bogenhase“ und hat die Bundesliga Bogen wie kein Zweiter miterlebt. Bislang war der 60-Jährige in 20 von 22 Saisons gemeldet.

Tickets für das Bundesligafinale gibt es über die Geschäftsstelle des Deutschen Schützenbundes (Lahnstraße 120, 65195 Wiesbaden), per Mail unter tickets@dsb.de telefonisch unter 0611-4680782, beim Globus in Wiesbaden oder an der Tageskasse. Die Übertragung des Bundesligafinals inklusive aller Matches erfolgt live und kostenlos ab 11.10 Uhr bei Sportdeutschland.TV

Quelle: Deutscher Schützenbund
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