Bundesliga Bogen: Sechs Finaltickets noch zu vergeben
Spannung ist garantiert, wenn am 7. Februar in Verden und Welzheim die Bögen in der 1. Bundesliga gespannt werden. Es ist der vierte und letzte Vorrunden-Wettkampf, und zahlreiche Entscheidungen stehen noch aus. Wer erreicht das Bundesligafinale in Wiesbaden? Wer muss absteigen? Aus Welzheim können Bogensport-Fans die Wettkämpfe live auf Sporteurope.TV verfolgen. Tickets für das Bundesligafinale können online erworben werden (Link s.u.).
Norden: Wer steigt als zweites Team ab?
Zwei Teams im Norden stehen mit anderthalb Beinen im Finalturnier, den letzten Schritt wollen der BSC BB Berlin (32:10-Punkte) und Sherwood BSC Herne (31:11) mit dem bisher besten Schützen aller 16 Bundesligisten, Mathias Kramer (9,87 Ringe pro Pfeil) am Samstag tätigen. Ebenfalls gute Aussichten haben Gastgeber SV Dauelsen (26:16) und Aufsteiger SV GutsMuths Jena (25:17), die ein „Polster“ von sechs bzw. fünf Punkten auf den SV Querum aufweisen, der als Fünfter auf dem ersten Nicht-Finalplatz rangiert. Dauelsens Top-Schütze Florian Unruh glaubt an sein Team: „Ich bin zuversichtlich, dass wir den letzten Spieltag hinter uns lassen können und es am Wochenende eher wieder wie an den ersten beiden Spieltagen läuft. Dann sind die Aussichten für das Erreichen des Bundesligafinals sehr gut.“ Hintergrund: Mit lediglich 5:9-Punkten kehrten die Niedersachsen vom dritten Vorrunden-Wettkampf aus Blankenfelde zurück, was auch der Tatsache geschuldet war, dass mit Sebastian Rohrberg der zweitbeste Dauelsener Schütze ausfiel.
Querum nimmt in Verden eine „doppelte Rolle“ ein: Einerseits kann das Team von Trainer Oliver Janeczko mit einer Top-Leistung noch auf einen der begehrten Finalplätze klettern, andererseits sind es aber auch nur fünf Zähler Vorsprung auf den Hammer SC 2008, der auf dem ersten Abstiegsplatz liegt. Dazwischen – mit nur einem Zähler mehr als Hamm – ist der Blankenfelder BS 08. Demnach ist oben wie unten für Spannung gesorgt. Lediglich die Schützen von Schlusslicht SV Böddiger dürfte ganz entspannt sein, denn mit 13 Zählern Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz ist die Rückkehr in die 2. Liga bereits besiegelt.
Süden: Scheitert Ebersberg am Finaleinzug?
Zwei absolut dominierende Teams, die bereits sicher für das zehnte Bundesligafinale in Wiesbaden am 28. Februar (Tickets) qualifiziert sind, prägten den Süden: Die FSG Tacherting (40:2-Punkte) und die SGi Welzheim (35:7) schossen auf einem anderen Niveau als die anderen sechs Teams. Manfred Baum, 1. Vorsitzender der gastgebenden SGi Welzheim, sagt: „Mit dem Verlauf der Saison sind wir sehr zufrieden. Das Erreichen des Finales schon nach dem dritten Wettkampftag ist sehr gut.“ Baum nennt auch gleich einen Grund für diese äußerst positive Bilanz: „Für das gute Abschneiden ist sicher die Verstärkung der Mannschaft durch Elia Canales mitverantwortlich, weil es uns mehr Möglichkeiten gibt.“ Die spanische Mixed-Weltmeisterin schießt seit dieser Saison für die Welzheimer und zeigte mit einem Pfeildurchschnitt von 9,83 Ringen an zwei Wettkampf-Wochenende ihre Klasse. Beim Heimspiel ist Canales nicht dabei („Sie wird durch Christian Weiss ersetzt!“), das Ziel von Baum sollte aber locker erreicht werden: „Wir wollen am letzten Wettkampftag unseren zweiten Platz absichern.“
Zumal es zehn Punkte Vorsprung auf Verfolger TS 1861 Bayreuth sind, die auch mit höchster Wahrscheinlichkeit in Wiesbaden am Start sein werden. Denn die Bayreuther mit ihrem stabilen Trio Jakob Hetz (9,61), Florian Babl (9,57) und Mario Schirrmeister (9,45) weisen ihrerseits neun Zähler Differenz zu einem Trio auf, das um den letzten Finalplatz kämpft. Überraschend ist die BSG Ebersberg um die zweifache olympische Medaillengewinnerin Michelle Kroppen dabei, Aufsteiger PSV München und der BC Villingen-Schwenningen (alle 16:26). Ebersberg lief dabei dem miserablen Saisonstart (1:13-Punkte) hinterher, als das Stamm-Trio Kroppen, Elisa Tartler und Maximilian Weckmüller nicht zur Verfügung stand. Aber auch in der Folge war von der Dominanz der vergangenen Jahre nichts zu spüren. Deshalb könnte es durchaus eine Überraschung geben, zumal München und Villingen-Schwenningen befreiter aufschießen dürften.
So ganz befreit aber auch nicht, denn die KKS Reihen und die GK-Burgschützen Büschfeld, die vor dem letzten Wettkampf auf den Abstiegsplätzen liegen, weisen auch nur sechs Zähler Rückstand auf (beide 10:32-Punkte). Demnach trifft die Aussage von Manfred Baum den Nagel auf den Kopf: „Spannend ist sicher die Frage, wer sind die zwei anderen Vereine, die uns ins Finale begleiten und wer steigt ab.“
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