Weltcup Madrid: Compounder mit tollem Start
Die deutschen Compound-Schützen haben beim Weltcup in Madrid/ESP ihren Aufwärtstrend bestätigt und mit einer Bronzemedaille im Teamwettbewerb der Männer untermauert: Paolo Kunsch, Simon Moritz und Noah Nuber gewannen nach einem 233:232 gegen Indien Edelmetall.
Und das indische Team ist nicht irgendwer! Der Weltranglisten-2. ging als klarer Favorit in das Duell mit den 17 Ränge schlechter platzierten Deutschen. Doch von Beginn an war es ein Match auf Augenhöhe: Passe eins ging 59-59 aus, Passe zwei mit 59-58 an das DSB-Trio. Den Indern gelang beim 56-57 in der dritten Passe der Ausgleich, sodass die letzten sechs Schüsse über die Bronzemedaille entscheiden mussten: Und die junge deutsche Mannschaft schoss exzellent, fünf Zehner (davon vier X) sowie eine Neun sorgten für das 59-58 und das Endresultat von 233:232. Bereits in den Runden zuvor hatte das Trio, das nach der Qualifikation als hervorragender Dritter in die Elimination ging, Klasse und Nervenstärke bewiesen: Kolumbien (234:234, 29-29) wurde dank der besten Zehn im Stechen bezwungen, Italien mit 236:234 besiegt. Einzig die Dänen konnten die Deutschen beim 234:237 im Halbfinale nicht bezwingen.
Das deutsche Frauen-Trio Marie Marquardt, Katharina Raab und Jennifer Walter musste sich dagegen nach einem 228:234 gegen China mit Platz 13 begnügen.
Und auch im Einzel sind nach dem ersten Ko-Rundentag noch drei DSB-Schützen vertreten: Katharina Raab, Simon Moritz und Noah Nuber stehen im 1/16-Finale. Während Moritz nach Platz acht in der Qualifikation dafür gesetzt war, setzten sich Nuber und Raab im 1/14-Finale gegen die Konkurrenz durch. Dies misslang Yannic Arnold, Paolo Kunsch (148:149), Jennifer Walter, Franziska Göppel und Marie Marquardt (146:148) trotz zum Teil sehr starker Leistungen.
Dabei gab es in der Qualifikation am ersten Tag ein Novum: Erstmals in der Weltcup-Geschichte der World Archery musste die Qualifikation nach 36 Pfeilen beendet und gewertet werden. Nachdem es zunächst enorm heiß war - bei einigen Recurve-Bögen brachen die Wurfarme, weil sie zu schmelzen begannen - folgte ein Gewitter, das auch nach einer Stunde noch andauerte.
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